Archiv für Dezember 2010

Schlag auf Schlag, bis einer KO geht

So empfinden viele Fans den Umgang des Vereins mit den gemeinsam aufgestellten Statuten. Neben dem bereits von uns verlinkten Post, seien unseren Leser_innen die folgenden Berichte aus dem Stadion ans Herz gelegt und schliesslich eine Unterschrift unter dem neuesten (noch nicht ganz fertig formulierten?) Angriff der Sozialromantiker. Wir haben dann auch schonmal unterschrieben, denn jede_r echte Boheme sollte sich tunlichst öfter mal den Mantel des Proletariats überziehen.

Auf ein Wort Herr Schulte
Das ist nicht mehr mein Pauli

http://www.sozialromantiker-stpauli.de/wordpress/?p=12

Zweierlei

Schöne Links zum Wochenendausklang:

Hier kotzt mensch sich von Fetisch über Adorno zur Niederlage des FCSP. Sehr lesenswert, auch wenn das mehrfach erwähnte O-Feuer nun wirklich nicht mehr angesagt ist auf der Schanze. Vielleicht nehmen wir dich ja mal in die netteren Gegenden mit – da quatscht dann auch keine_r mehr (Mist) über das Spiel und wir haben Zeit, „das mit dem Fetisch“ mal zu erklären und einzuordnen.

Und zweitens: Das SLI-Institut verwurstet revolutionär/kommunikationsguerillianisch die sorgsam aufgebaute Yuppie-Identität gegen Gentrifizierung. Machen sonst auch nur Trottel, die ebenfalls bei „Anderen“ landen, die dafür aufs Maul kriegen müssen, weil alles so gemein ist (Erklärung und Lektüretipp). Nunja, die bösen Feind_innen sollen gegen die von ihnen angestoßene Aufwertung des Schanzenviertels (oder generell: gegen Aufwertung?) auflaufen. Wir freuen uns über lustige Fotos und erklären direkt, dass wir da nicht mitmachen. Aufwertung finden wir toll, möge noch so einiges bis zur Revolution gentrifiziert werden. http://www.yuppiesgegengentrification.de

kritik im handgemenge


London, Student_innendemo

Für Pyro machen sie’s auch mit Nazis

Als Betrachter_in der deutschen Ultra-Szene hat sich afterchangeswearemoreorlessthesame spätestens mit einer Polemik, dem Versuch des Einfangens des Niveaus der Leverkusener Fanszene beliebt und bekannt gemacht.
Jetzt lenkt der Blog das Augenmerk der Besucher_innen auf ein Netzwerk von zündelfreudigen Fussballfans, bei denen die Freude an bunten Lichtern scheinbar wichtiger als der Ausschluss von Nazis ist. Gerade vor dem Hintergrund der (wenigen) Aktivitäten des linken Alerta-Networks der hiesigen Ultras (das nichtmal mehr eine Homepage hat) eine beunruhigende Melange.

Ein brennender Bengalo hat nichts mit Emanzipation zu tun, ein Rauchtopf bekämpft keine gesellschaftlichen Unterdrückungsmechanismen und ein Breslauer steht nicht für Systemkritik – es sieht lediglich gut aus.

Wir stimmen überein und empfehlen: AFTER CHANGES WE ARE MORE OR LESS THE SAME